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Vortrags- und Diskussionsabend mit dem BUND Naturschutz (BN)

Am Gründonnerstag, den 14. April 2022 um 19:30 Uhr lädt der BN alle interessierten Höchstadter zu einem Informationsabend zum Flächennutzungsplan ein. Die Veranstaltung wird als Online-Meeting (ZOOM) durchgeführt. Hier der Link zur Veranstaltung am Donnerstag (einfach anklicken).
Referenten: Tom Konopka, BN Regionalreferent und Helmut König, Kreisvorsitzender.
Die ZOOM-Veranstaltung ist aus technischen Gründen auf 100 Teilnehmer begrenzt.

Flächensparen in Bayern und in Höchstadt

Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist es, den Flächenverbrauch im Freistaat deutlich und dauerhaft zu senken. Langfristig ist eine Flächenkreislaufwirtschaft ohne weiteren Flächenneuverbrauch anzustreben (Bayerische Nachhaltigkeitsstrategie 2013). Wie verfolgt die Stadt Höchstadt dieses Ziel mit dem aktuellen Flächennutzungsplan? Der Vortrag soll das Bewusstsein in der Öffentlichkeit schärfen und die aktuellen Unstimmigkeiten aufzeigen.

Um die Bevökerung auf unsere Bürgerbegehren aufmerksam zu machen, haben wir eine Plakataktion gestartet. Im Stadtgebiet werden Hinweise auf die Bürgerbegehren postiert, um die Bevölkerung zu erinnern, dass es um IHRE Zukunft geht.

Die Plakate wollen zur Unterschrift für das Bürgerbegehren anregen. Unterhalb der Grafiken in den Plakaten wird zur Beteiligung aufgerufen mit "Sie können sich bei unseren Sammelaktionen eintragen oder die Unterschriftenlisten unter www.hoechstadts-zukunft.de herunterladen und dann unterschreiben. Die unterschriebenen Listen bitte an eine der in der Homepage genannten Sammeladressen weiterleiten."
Sie können aber auch direkt bei den Sammelstellen unterschreiben oder bei einem Infostand.

Hier die unterschiedlichen Plakate:

(1) Das Beispiel zeigt hier ein Maximum an freien Bauflächen in einem noch jungen Baugebiet. Dieses ist an anderen Stellen natürlich etwas geringer. Aber immerhin noch 18 Hektar groß.
(2) Dörfer sollten eigentlich unsere möglichst naturbelassenen, bayerntypischen Juvele sein. Je mehr wir diese zu Wohnzentren ausbauen trotz meist schlechter Verkehrsanbindung, umso mehr Verkehr bekommen wir. Eigentlich sollten wir ihn reduzieren.
(3) Flächenreduzierung wollen mittlerweile alle. Selbst die bayerische Regierung, die Freien Wähler, die CSU, und andere mehr, auch der Gemeindetag, nur offenbar Höchstadt nicht.
(4) Man kann es mittlerweile nur mehr als Lüge bezeichnen, wenn behauptet wird, die Bürgerbegehren verhindern jegliche Baumöglichkeiten. Aber selbst die Presse gibt diese Aussagen ungeprüft weiter!
(5) Adelsdorf ist mit SeeSide kein Vorbild. Aber es zeigt, welche Baustrukturen möglich und heute auch nötig sind. Da ist Höchstadt offenbar noch weit davon entfernt.
(6) Dazu ist eigentlich nichts mehr zu sagen.
(7) Dazu auch nicht.

Wieder haben Sie die Möglichkeit für die Bürgerbegehren "Rettet den Häckersteig" und "Rettet den Schwarzenbachgrund" zu unterschreiben und sich zu informieren. Natur soll geschont werden und trotzdem soll Bauland ausgewiesen werden. Keinesfalls wird das Bauen in Höchstadt nicht mehr ermöglicht, wie manche Lokalpolitiker erzählen, nur strukturierter muss es in Zukunft erfolgen.

Wir sind am Samstag, den 19. März 2022 ab 09:00 Uhr wieder vorm Bioladen zu finden und erklären Ihnen gerne die Situation zum in Planung befindlichen Flächennutzungsplan.

Bioladen BIO am VogelsEck, Steinwegstraße 37, 91315 Höchstadt

Mehrere Verfechter eines zukunftsfähigen Höchstadts stehen Ihnen für Gespräche zur Verfügung. Nutzen Sie diese Möglichkeit eines direkten Gesprächs und beachten Sie bitte die Corona-Regeln.

Unterschriftslisten liegen aus. Hier können Sie diese abrufen, ausdrucken und dann unterschreiben und weitergeben.

Wir bieten Ihnen eine weitere Möglichkeit um sich über die Bürgerbegehren zu informieren. Ebenso können Sie sich dort direkt in die Listen eintragen, die für das Ziel, einen Bürgerentscheid durchzuführen, notwendig sind.

Wann: Am Samstag, 19. Februar 2022 von 09:00 bis 13:00 Uhr
Wo: Vor dem Bioladen "BIO am VogelsEck", Steinwegstraße 37 in Höchstadt

Alle Ihre Fragen wollen wir gerne beantworten.

Am Dienstag, den 16.11.2021 fand ein Treffen der Bürgerinitiative in der Gaststätte des ASV statt. Es wurden die bisher gesammelten Unterschriften ausgewertet und gezählt. Etwa 25 Prozent der notwendigen Stimmen sind gesammelt. Die Pandemie hemmt leider den Sammelerfolg, trotz relativ breiter Zustimmung für die Sammelnden.
Die Aktiven hoffen, dass die Bevölkerung verstärkt auch die Online-Möglichkeiten nutzt und Listen selbst ausdruckt (unter Unterschreiben), diese ausfüllt (auch im wahlberechtigten Familienkreis), und an die Sammelstellen im Original persönlich weitergibt oder per Post versendet.

Die Sammelstellen (alle in 91315 Höchstadt):
Peter Winkler, Margaretenweg 13
Christoph Reuß, Troppauerstr. 16
Andreas Popp, Josef-Haydnstr. 6
Petra Deinlein-Wieland, Kellerstr. 32

Start der Bürgerbegehren Rettet den Häckersteig und den Schwarzenbachgrund - Bürgerinitiative will Chancen für Höchstadts nachfolgende Generationen erhalten.

Wir möchten einen Beitrag leisten, damit den griffigen Slogans der Befürworter des massiven Flächenverbrauchs in Höchstadt Zahlen und Fakten entgegenstehen und diese - statt immer derselben Polemik - in die Debatte eingebracht werden. Schlagworte wie „Junge Familien sind chancenlos“ und „Todesstoß für Höchstadt“ helfen hier nicht weiter, zumal sie schlichtweg falsch sind.

Zudem halten wir es für ungerechtfertigt, argumentativ immer wieder das Recht und Bedürfnis auf Wohnraum gegen den, unter anderem in der bayerischen Verfassung, gebotenen Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen auszuspielen. Dafür besteht keine Notwendigkeit, denn  es gibt intelligente Lösungen, die beides miteinander verbinden.

Die geplante Wohnbebauung im Häckersteig wird mit einem deutlichen Wohnbedarf begründet. Der aus dem neuen Flächennutzungsplan hervorgehende Bedarf für die nächsten 15 Jahre liegt um mehr als 140 % über dem momentanen Bayerischen Durchschnitt. Nach wie vor legt die Stadt Höchstadt hierzu lediglich eine Liste mit Bauplatzanwärter*innen vor, auf der 27% Prozent bereits ein Haus, eine Wohnung, einen Bauplatz oder sogar Häuser besitzen und ca. 40% nicht aus der Umgebung stammen.

Durch die missglückte Siedlungspolitik der letzten Jahrzehnte sind in den  Siedlungen  immer  mehr  Baulücken  entstanden,  die  für  den Wohnungsbau angeblich nicht aktivierbar sind. Die Stadt Höchstadt ist im Begriff die Fehler der Vergangenheit in die Zukunft fortzuschreiben. Übersehen wird dabei aber auch, dass viele Baulücken oft für die Kinder oder Enkelkinder der Besitzer zurückgehalten werden, also sehr wohl jungen Höchstadter Familien zur Verfügung stehen könnten.

Jede Baulücke kostet der Höchstadter Bevölkerung Geld für die Bereithaltung der Infrastruktur, also Straßenreinigung, Winterdienst, Entwässerung, Straßenbeleuchtung und so weiter. Demgegenüber stehen der Stadt aber keine Einnahmen zur Verfügung. Also muss es im Interesse der Stadt sein, die vorhandenen Baulücken zu aktivieren. Die geplante und in Angriff genommene Bautätigkeit wird dazu führen, dass in den nächsten Jahren mehr Wohnraum geschaffen wird, als der von der Stadt angenommene Bedarf ist.

So entstehen gerade allein im Kernbereich der Stadt in den derzeitigen Neubaugebieten Häckersteig VI, Lehmgrube II, Etzelskirchen-Nord, Greiendorferweg und Kiefendorferweg Baugrund und Häuser mit insgesamt 223 Wohneinheiten. Hinzu kommen weitere Mehrfamilienhausprojekte in Etzelskirchen, in der Kerschensteinerstraße, im Wachenrother Weg und am Kellerberg mit ca. 140 Wohneinheiten. Allein nur dieser neue Wohnraum könnte den vorausgesagten notwendigen Wohnraumzuwachs auf 20 Jahre aufnehmen.

Der Häckersteig ist ein hoch schützenswertes ökologisches und naturhistorisches Kleinod für Höchstadt. Die über Jahrhunderte gewachsene Terrassenstruktur dieser Feldflur-Kulturlandschaft verfügt über eine reiche Tier- und Pflanzenvielfalt.

Stadtplanerisch ist der Entwurf für den Häckersteig auch in fachlicher Hinsicht unsinnig. Würde der Plan mit seinen beiden fingerartig in die freie Landschaft hineinragenden großen Baugebiete so verwirklicht, würden auch die als Grünflächen freigehaltenen Gebiete ihre wichtigen Funktionen zum Beispiel als Lebensraum für Brutvögel wie das Rebhuhn verlieren.

Und die Menschen in Höchstadt würden eine für das städtische Klima besonders wichtige Frischluftzufuhrquelle verlieren. Der Häckersteig hat zudem als städtisches Naherholungsgebiet eine herausragende Bedeutung für die Höchstadter Bürgerinnen und Bürger (siehe auch Stellungnahme des BN zum FNP vom 24.5.2021, Seite 7f).

Das Schwarzenbachtal mit seinen Weihern, Äckern und Wiesen ist ein wichtiges Brutgebiet für stark gefährdete Bodenbrüter wie den Kiebitz und die Bekassine, wobei letztere vom Aussterben bedroht ist. Wer dieses Gebiet kennt weiß auch, was hier für Höchstadt verloren ginge.

In den letzten Jahren ist die Stadt Höchstadt beispiellos verschwenderisch mit der Vergabe von Gewerbeflächen umgegangen. Das Gewerbegebiet „Kiebitzengraben“ im Osten der Stadt steht hierfür beispielhaft. Längst sind nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, weiteres Gewerbe anzusiedeln. Wer wissen will, welche Fehler bei der Vergabe von Gewerbeflächen gemacht werden, muss sich das Meinhardt-Gelände ansehen. Es liegt nun aufgrund der mangelhaften Vertragsgestaltung – bis auf die momentane Zwischennutzung – xbrach und ist zum Spekulationsobjekt geworden, statt für einheimische Gewerbetreibende zur Verfügung zu stehen.

Der „Schwarzenbachgrund“ im Westen des Stadtgebietes würde zudem mit dem im Osten liegenden Gewerbegebiet das Stadtgebiet Höchstadts von zwei Seiten einschließen, was planerisch nicht nur aufgrund der damit zunehmenden Belastung der Wohnbevölkerung durch Emissionen als wenig durchdacht zu bezeichnen ist. Der Individual- und Lieferverkehr vom Westen in Richtung Autobahn und umgekehrt würde zunehmen. Dies ist im Hinblick auf die ohnehin schon hohe Verkehrsbelastung des benachbarten Gremsdorf besonders fatal.

Betrachtet man nun vorgelegten Planungsentwurf, so muss man feststellen, dass die Stadt Höchstadt einen Flächenbedarf für die kommenden 15 Jahre von 136,1 ha voraussagt. Der Flächenverbrauch in Bayern beträgt zur Zeit ca. 10 ha pro Tag. Im Koalitionsvertrag der Bayerischen Staatsregierung wird ein Flächenverbrauch von 5 ha pro Tag angestrebt. Nach Berechnungen des Bund Naturschutz liegt der von der Stadt vorausgesagte Mehrbedarf Höchstadts um 144% über dem bayerischen Durchschnitt und um 388% über dem von der bayerischen Staatsregierung angestrebten Ziel. Allein diese Zahlen zeigen den Unwillen der Beteiligten, sich den Realitäten zu stellen und endlich unsere knappen Ressourcen zu schonen.

Auch die Stadt Höchstadt wird es nicht schaffen, gegen die Gegebenheiten des Immobilienmarktes, Bauen für weniger begüterte junge Familien erschwinglich zu machen. Im Gegenteil – sie verschärft die Probleme. Der Neubau von Einfamilienhäusern ist keine Frage der Sozialpolitik.

Klima-, Arten-und Bodenschutz muss vor Ort stattfinden. Auf andere zu zeigen und zu sagen „Die sind ja noch viel schlimmer“ mag zwar für eigene seelische Entlastung sorgen, ändert aber nichts an den Problemen vor deren Lösung wir stehen. Diejenigen, die ihren Kindern nicht erklären wollen, dass das was noch in den 1970er bis 90er Jahren möglich war, nun unvernünftig ist, können sich schon einmal die Erklärungen für ihre Enkelkinder zurecht legen, warum sie wider besseren Wissens nicht anders gehandelt haben.

Wir möchten mit unserer Bürgerinitiative der Höchstadter Stadtgesellschaft die Chance geben, in diesen für nachfolgende Generationen wichtigen Zukunftsfragen mitzuentscheiden.

Am Mittwoch, den 13. Oktober 2021 findet ein Pressegespräch der Bürgerinitiative mit den lokalen Zeitungen statt. Geladen wurden der Fränkische Tag und die Nordbayerischen Nachrichten.

Damit ist dies der Startpunkt zur Sammlung der Unterschriften für die beiden Bürgerbegehren Rettet den Häckersteig und Rettet den Schwarzebachgraben.

Im Gespräch möchten wir vermitteln, dass den griffigen und großteils vereinfachten Slogans der Befürworter des geplanten massiven Flächenverbrauchs in Höchstadt Zahlen und Fakten entgegen gestellt werden müssen und diese in einer vernünftigen Debatte enden sollen. Immer dieselbe Polemik hilft wenig. Schlagworte wie „Junge Familien sind chancenlos“ und das ist der „Todesstoß für Höchstadt“ helfen nicht weiter, zumal sie schlichtweg falsch sind.

Bauen soll keinesfalls unmöglich sein, sondern nur anders organisiert und geplant werden. Die Zeit und die Probleme unserer Welt haben sich gegenüber früher geändert.